Poker: Vom Glücksspiel zum Strategiespiel
Aus der Ecke der Kleinkriminalität und des Hinterhofmilieus hat es Poker schon lange geschafft. Der leicht verruchte Ruf, der dem Kartenspiel in den Anfängen noch anhaftete, ist längst einer weitaus wissenschaftlicheren Betrachtung gewichen. Poker wird nicht mehr als Glücksspiel gesehen, bei dem gezockt wird, sondern als Strategiespiel, das Nachdenken erfordert. Teils wird Poker schon als Sport betrachtet. Diese Erkenntnis galt schon sehr früh in Nevada. Dort waren anfangs alle Wettspiele illegal. Poker hingegen wurde erlaubt, weil es als Geschicklichkeitsspiel galt. Heute wird das Kartenspiel am ehesten mit Schach verglichen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass gerade Schachmeister sich hervorragend darauf verstehen, Poker zu spielen und bei den Turnieren zu gewinnen. Damit nahm auch die gesellschaftliche Akzeptanz des Spiels zu. Belege dafür sind neben der rasant steigenden Zahl der Poker-Spieler, ob online oder an den Tischen der Casinos, auch die TV-Übertragungen.
