Poker spielen: So wird Poker gespielt
Gleich nach welchem System oder in welcher Variante Poker gespielt wird, geht es darum, eine möglichst gute Pokerhand zu haben. Mit diesem Ziel gehen die Teilnehmer ins Spiel und nur, wer es erreicht, gewinnt den Pot. Ein wenig Kartenglück kann dabei nicht schaden, doch Können und Erfahrung aus vielen Spielrunden gewinnen immer mehr an Bedeutung.
Zum Ablauf des Poker Spielens gehören das Austeilen und – abhängig von der Variante – eventuell auch Tauschen der Karten. Dies geschieht im Wechsel mit einzelnen Wettrunden, in deren Verlauf die Teilnehmer ihre Einsätze machen können oder aber schlichtweg aufgeben, weil Glücksgöttin Fortuna ihnen die falschen Karten an die Hand gegeben hat. Wie oft sich Kartengeben und Bietrunden abwechseln, hängt sehr stark von der Spielvariante und auch der Anzahl der Karten ab, mit denen gespielt wird. Bei einigen Pokerspielen liegen zumindest einige der Karten offen auf dem Tisch und können von allen Spielern für ihr Blatt genutzt werden, bei anderen erhält jeder Spieler ausschließlich Karten nur für sich. Wenn die Karten ausgeteilt und auch die Wettrunden beendet sind, müssen die Spieler, die nicht aufgegeben haben und noch mit von der Partie sind, „die Hosen runter lassen“, also ihre Karten zeigen. Im Sprachgebrauch der Pokerspieler kommt es zum großen „Show Down“.
Entscheidend ist dann nicht nur, bis zum Ende durchgehalten zu haben, sondern auch der Wert des Blattes.
Im Poker gibt es mehrere Kombinationsmöglichkeiten, die unterschiedlich gewichtet werden. Die simpelste Form ist die höchste Karte. Als solche gilt erst einmal das Ass. Die einfachste Möglichkeit, Karten zu kombinieren, ist das Paar oder der Zwilling. Dabei handelt es sich um zwei Karten, die den gleichen Wert habe, beispielsweise zwei Damen oder zwei Siebener. Darauf aufbauend gibt es zwei Paare, also zweimal zwei Karten mit dem gleichen Wert. Bei einem Drilling sind es drei Karten. Die Wahrscheinlichkeit, ein solches Blatt zu haben, liegt laut Statistik bei etwas über zwei Prozent.
Die nächst höhere Kombination beim Pokern wird Straße genannt. Dabei bilden fünf Karten eine aufeinander folgende Reihe. Ein Beispiel für diese Blatt wären eine Herz Sieben, eine Kreuz Acht, eine Pik Neun, eine Pik Zehn und ein Karo Bube. Die Farbe der Karten spielt bei einer Straße noch keine Rolle. Anders beim Flush: Hier muss der Spieler fünf Karten in eine Spielfarbe haben, also nur Karo, Herz, Pik oder Kreuz. In der Wertigkeit folgt das Full House. Dabei hält der Spieler einen Drilling und ein Paar in Händen. Um einen „Poker“ oder einen Vierling handelt es sich, wenn ein Spieler es schafft, vier Karten mit dem gleichen Wert zu erhalten. Ideal sind natürlich vier Asse. Doch auch jedes andere Bild ist bei einem Vierer, dessen Wahrscheinlichkeit bei 0,099 Prozent liegt, ein echter Glücksfall für den Spieler. Besser sind nur zwei Blätter: Der Straight Flush, eine Straße, bei der alle Karten die gleiche Farbe haben, und der Royal Flush, eine Straße in einer Farbe, die bis zum Ass geht – beispielsweise von der Herz Zehn über Bube, Dame, König bis zum Herz Ass.
Für den Fall, dass mehrere Spieler die gleiche Kombination auf der Hand haben, gibt es feste Regeln, die über den Sieg entscheiden. Bei den einfachen Kombinationen ist es die Höhe der Spielkarte, in einigen Fällen auch der Wert der Endkarte.
